Arnold Ehret, dem großen deutschen Fasten- und Rohkostpionier gewidmet, der schon vor 100 Jahren den Naturweg erkannte!


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Heidrun Haufe
So lebe ich
 
 


Sehr geehrter Herr Wandmaker,

ich freue mich, Ihre Internetseite gefunden zu haben. Sie sehen ja
blendend aus für Ihre 82 Jahre (Bild von 1999).
Was der Web-Site jetzt noch fehlt, ist ein Bord bzw. Forum (erledigt ;-).Sprechen Sie doch mal mit Ihrem Enkelsohn darüber. So wenig Rohköstler, wie Sie
glauben, sind wir doch gar nicht. Sicher gibt es wenige, die sich 100%ig auf Obst umgestellt haben, aber einige, die in die richtige Richtung gehen. Dazu
zähle ich und einige aus meinem Bekanntenkreis. Ich möchte mich kurz
vorstellen:
Heidrun Haufe, 44 J., 1,68, 57 kg, Mutter von 2 Jungen (19/16).
Vor einem Jahr habe ich mich von Brot und Brötchen verabschiedet, seit
einem halben Jahr gibt es diese Produkte in unserem Haushalt nicht mehr.
Gekochte Mahlzeiten esse ich nur noch an den Wochenenden.
Negatives: Ich esse abends so gern mal Schokolade und brauche einen
Kaffee am Vormittag...;-((

Mein Lebensgefährte (40) hat später angefangen, ist aber konsequenter und
damit weiter als ich. Trotz, dass wir noch relativ jung sind und noch
keine Altersbeschwerden haben, spüren wir eine deutliche Besserung des
Allgemeinbefindens. Man ist immer hell wach und hochkonzentriert
(brauchen wir auch, denn wir arbeiten am PC [er ist Programmierer]). Man
wird gegen 14:00 nicht müde. Meine jahrelangen Verdauungsbeschwerden
(u.a. Schmerzen im Darm) sind weg. Daran war eindeutig das Brot schuld.
Man stellt so viele Veränderungen an sich fest. Die Haut wird glatter, die Haare
fester. Der Schlaf ist tiefer und erholsamer....

Wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie mit Ihren Erfahrungen an die
Öffentlichkeit gegangen sind. Jedoch das erste Buch, was mir in die Hände fiel, war die Instinktotherapie von Burger. Eine Woche Aufenthalt auf seinem Schloß Montrame` nahe Paris steht demnächst auf unserem Plan.

Was ich bei all Ihren Veröffentlichungen immer vermisse, sind Tipps für
den Alltag. Man stößt immer wieder auf Probleme, bei denen man sich nicht zu
helfen weiß. Was z.B. essen Sie auf Ihren langen Flügen nach Florida?
Ich habe mit dem Flugzeugessen große Probleme (Erbrechen/Durchfall),
obwohl ich sonst Gekochtes noch vertrage.

Auf meine Kollegen scheint mein Tun wie eine Provokation zu wirken. Es
kommt bei jedem Obstteller, den ich ins Zimmer getragen bringe, zu
heftigen Diskussionen. Dank Ihres Buches bin ich mit stichhaltigen Argumenten
ausgerüstet. Aber auf eine Frage weiß ich auch keine Antwort:
Woran stirbt zu guter letzt ein Rohköstler? Woran oder wie ist Norman
Walker gestorben? Wenn alle Organe so gesund leben, müsste der Rohköstler ja
unsterblich sein.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir antworten und wünsche Ihnen weiterhin
alles Gute.
Heidrun Haufe

Nachtrag:
Ein halbes Jahr später:
Inzwischen provoziert oder verlacht mich keiner meiner Kollegen mehr. Im Gegenteil, ich werde um Rat bzw. Literatur gebeten. Es gibt schon einige, die zumindest am Vormittag ausschließlich Obst essen und damit Erfolge erzielen.
Meine Söhne (inzw. 17 und 20) sind zu meinem Erstaunen meiner Ernährungsumstellung gefolgt und mitunter disziplinierter als die Mutter. Selbst bei Aufenthalt in ihrem Freundeskreis halten sie an unsere Ernährungsregel (Obst immer auf leeren Magen) bis zum Abend fest. Der Pizzaverbrauch ist auf ca. eine im Monat pro Sohn geschrumpft.

Grosse Erfolge ließen sich bei meiner Mutter (65) erzielen, obwohl sie, was meine Überzeugungsarbeit anbelangt, eine besonders harte Nuss für mich darstellte.
Ihre Ernährungsumstellung belief sich lediglich auf:
- Verzicht auf Brot
- statt Fruchtsaftgetränke ausschließlich Wasser (... und Kaffee)
- Einschränkung des Verbrauchs an Milchprodukten
- Einschränkung des Fleischverzehrs
- am Vormittag nur Obst
- zu Mittag Trennkost (gekochtes Gemüse mit Eiweiß oder Stärke)

Erfolge:
- kein Sodbrennen mehr
- keine Darmschmerzen mehr
- Gewichtsverlust von 14 kg (aber leider noch immer sehr übergewichtig)

Mein Rohkostanteil schwankt zwischen 70 und 90%. Wir sehen das als Prozess, der auch im Kopf einhergehen muss. Es zeigen sich jetzt zunehmend Beschwerden bei der Verdauung gekochter Nahrung bis hin zum Erbrechen. Man wird automatisch vorsichtiger, was die Auswahl der gbK angeht.

Meine Zeilen sollen Interessierten Mut machen. Ich wünsche allen viel Erfolg bei der Ernährungsumstellung.

Heidrun Haufe

 
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Orangen, vor allem im Sommer Genuss pur
Foto: Orange

 

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