Arnold Ehret, dem großen deutschen Fasten- und Rohkostpionier gewidmet, der schon vor 100 Jahren den Naturweg erkannte!


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Wa Ausgabe 6
Helmut Wandmaker
Erdige Stoffe

Dr. Emmet Densmore in „How Nature Cures – Wie die Natur heilt“ (1891):

„Wir sind in den Besitz eines alten und seltenen Dokumentes mit furchtbarem Inhalt gekommen, das uns wissenschaftliche Fakten mit bemerkenswerten Schlussfolgerungen aufzeigt. Der Hauptbelastungspunkt ist die Feststellung, dass Brot, Getreide und Hülsenfrüchte ungesunde Produkte für den Menschen sind. Sie seien die

Ursache des frühen Todes.

So schrieb Dr. S. Rowbo­tham, ein bekannter Chirurg, der in Stockport vor 50 Jahren (also 1841) praktizierte: Der feste erdige Stoff, der sich graduell im Körper ansammelt, der uns Verknöcherung, Starrheit, Altersschwäche und Tod bringt, ist im Prinzip Kalkphosphat, Kalkkarbonat, gelegentlich mit Magnesium und anderen erdigen Stoffen vermischt!“

Wir haben gesehen, dass der Prozess der Verfestigung bereits im frühen Stadium des Menschen beginnt und sich ohne Unterbrechung fortsetzt, bis der Körper vom vergleichsweise elastischen und energiereichen Zustand in einen festen, erdigen, starren, inaktiven überwechselt, der im Tod endet. Die Frage stellt sich, was die Ursache dieser Anreicherung erdiger, verkalkender Stoffe ist, die der Organismus speichert.

Das gewöhnliche Tafelsalz, welches in der Zubereitung fast aller Arten von Mahlzeiten gebraucht wird, enthält eine gefährliche Menge dieser kalkhaltigen, erdigen Stoffe, die großes Unheil anrichten!

Brot (vom Weizenmehl) wäre ein „Stoff des Lebens“, wenn man den nahrhaften Inhalt des Kornes betrachtet. Aber hinsichtlich der erdigen Stoffe möge es mit gleicher Aufrichtigkeit als „Brot des Todes“ bezeichnet werden! Brot und Kartoffeln sind der Hauptanteil der Kost der Arbeiterklasse. Dadurch wird eine so große Menge erdiger Stoffe gegessen, dass sie verantwortlich für die Krankheiten und frühen Alterns und Todes sind!“

Professor Gubler, Paris (1877): « Fleisch und andere Proteinprodukte enthalten wenig Mineralien, während Hülsenfrüchte damit gut ausgestattet sind. Es sind die Blätter der Pflanzen, die die Funktion haben, die Mineralstoffe im aufsteigenden Mark zu kondensieren und in ihrem Gewebe in Lösung zu halten. Beim Zerfall liefern diese Blätter der Erde wieder diese erdigen Stoffe.

Das ist die phyiologische Ursache für das enorme Verhältnis von erdigen Stoffen durch die Ernährung mit diesen grünen Pflanzen (und konsequenterweise auch mit Hülsenfrüchten).

So werden dem Körper diese großen Mengen erdiger Stoffe besonders bei kräuteressenden (herbi­vorous) Lebewesen zugeführt.

Die Korrektheit dieser Sicht kann leicht nachgeprüft werden. Wenn, wie ich denke, die kalkige Verkrustung der Arterien ihre Ursache in der Ansammlung erdiger Stoffe in der vegetarischen Ernährung hat, verbunden mit kalkhaltigem Trinkwasser, so sind diese häufiger, frühzeitiger und mehr ernstlich in kalkhaltigen Bezirken vorzufinden. Nun, Dr. Leblanc erzählte mir, dass er besonders bei den Einwohnern von L’Orleans diesen krankhaften Zustand (ihrer Arterien) angetroffen hat. Auf der anderen Seite sind diese Verkalkungen in Landkreisen mit Kalkmangel, wo die Hühner kaum ihre Eierschale bilden können, erst im fortgeschrittenen Alter festzustellen.

Arterielle Krankheiten haben also nicht die Grundursache in Nahrungsmitteln mit Fetten und Choleste­rinen, sondern in den erdigen Stoffen von Körnern, Kartoffeln und Grünpflanzen!

So zeigte Dr. Broda Barnes aus Österreich auf, dass die Arteriosklerose auffallend in Kriegszeiten war, wo die Haupternährungsgrundlage aus Körnern und Kartoffeln bestand.

So erklärte Dr. Shelton: „Die Befürworter von ganzen Körnern im Vergleich zu ihren verfeinerten Arten machen ihre Arbeit zu gut. Vegetarier sind gewöhnlich große Esser von Getreide. Sie würden weniger Gefahr von kleinen Fleischmengen erhalten!“ (Aus Wand­makers Antikochbuch)

Warum ist wohl das Fleisch alter Rinder so zäh? Nur durch die Ansammlung erdiger Stoffe aus dem Verzehr von Grünzeug. Bei den Soldaten sagten wir zu so einem Fleischstück: Schuhsohlen!

Ein solcher Mensch wird im Laufe seines Lebens vom beweglichen, elastischen Zustand zum steifen, krummen, verknöcherten Lebewesen. Obst enthält die geringste Menge erdiger Stoffe, auch nur Minimengen an Insekti – und Pestiziden, weil durch den Säftekreislauf diese Schadstoffe unaufhörlich in den Boden zurückfließen!


Warum willst Du Dich also zum vorzeitigen Greis heranessen?

 


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